Qualitätssiegel 2008
Verleihung in Berlin
Vier Berliner Schulen erhielten am 18. April das „eTwinning-Qualitätssiegel“. Im Rahmen einer Feierstunde im Berliner Rathaus stellten sie ihre preisgekrönten Internetprojekte mit Schulpartnern in Europa vor. Fünf Schulprojekte mit insgesamt sechs europäischen Ländern hatten gezeigt, mit wieviel Kreativität und Begeisterung sich Schüler und Lehrer in Europa für interkulturelle Verständigung engagieren.
Die Vielfalt in Europa als Bereicherung empfinden
Berlins Landesschulrat Hans-Jürgen Pokall betonte im seinen Grußwort die Bedeutung europäischer Bildungsprojekte, zu denen auch eTwinning gehört: „Gerade die Förderung von europäischen Schulpartnerschaften über das Internet ermöglicht den Gedankenaustausch zwischen jungen Menschen in anderen Ländern.“ Die Förderung der Medienkompetenz und die Verstärkung des europäischen Gedankens seien zentrale Anliegen der Berliner Bildungspolitik. „Es ist wichtig, dass unsere Schülerinnen und Schüler die Vielfalt in Europa als Bereicherung empfinden.“, machte Pokall deutlich.
Die Vertreterin des Vereins Schulen ans Netz, Ellen Kammertöns, zeigte sich von der Qualität der
Beiträge der Berliner Schulen beeindruckt: „Allein die Vielfalt der Projekte hat mich begeistert.“ Kammertöns wies auf die Rolle des Vereins Schulen ans Netz hin, der als nationale Koordinierungsstelle die Aktion eTwinning in Deutschland betreut, die im Rahmen des Programms für Lebenslanges Lernen von der Europäischen Union gefördert wird. „Es ist für Schulen ans Netz erfreulich zu sehen, dass sich Berlin in diesem hohen Maße für eTwinning engagiert.“, führte sie aus. Sie hofft auf eine Fortsetzung der außerordentlich guten Zusammenarbeit mit der Berliner Bildungsverwaltung, damit auch im nächsten Jahr wieder herausragende Projekte ausgezeichnet werden können.
Grenzüberschreitende Schulprojekte mit Schulen aus sechs europäischen Ländern
Vor der Übergabe der Preise stellten die Vertreter der Schulen ihre Projekte vor. Christiane Meisenburg von der Siegerland-Grundschule konnte gleich zwei Projekte vorstellen, „Leseratten“ und „The new Europeans – The two wooden dolls project“. Monica Koch vom Albert-Einstein-Gymnasium war mit dem Projekt „Science in our schools“ vertreten. Alfons Birner von der Wilhelm-Maybach-Oberschule stellte sein eTwinning-Projekt „Berlin-Thessaloniki“ vor. Die Friedrich-Bayer-Oberschule war mit eTwinning-Projektleiterin Sabine Kölbl-Mannarelli vertreten, sie präsentierte ihr Projekt Projekt „Cross-Cultural-Story“.
Berliner eEducation Masterplan und eTwinning passen zusammen
Berlins eTwinning-Landesmoderator, Nikolai Neufert, war mit der Veranstaltung sehr zufrieden:
„Für mich ist es immer wieder faszinierend zu sehen, mit welcher Begeisterung in unseren Schulen Lehrinnen und Lehrer und ihre Schülerinnen und Schüler gemein- sam Projekte erfolgreich durchführen. eTwinning ist dafür ein gutes Beispiel. Dabei ist es aber auch wichtig und richtig, diese Leistung öffentlich anzuerkennen, wie es heute bei der Preisverleihung geschehen ist.“ Für Neufert ist es wichtig, die Schülerinnen und Schüler für die Informations- und Wissensgesellschaft fit zu machen. Daher passen Aktion eTwinning und Berlins „eEducation Masterplan“ hervorragend zusammen. „eTwinning
macht fit für Europa, der Masterplan macht fit für die Gesellschaft der Zukunft.“, stellte Neufert fest.
Die Gewinnerschulen erhalten als Preis interaktive Tafeln der Firma SMART Technologies und einen Beamer, um die Medienarbeit im Unterricht noch vielseitiger zu machen. Es ist geplant, auch im nächsten Jahr herausragenden Projekte auszuzeichnen. Derzeit wird in den Berliner Schulen wieder verstärkt für die Teilnahme an der Aktion eTwinning geworben.
Mehr dazu:
Leseratten: Mit ihren Partnern in Polen tauschen sich die Schülerinnen und Schüler über ihre Lieblingsbücher aus.
The new Europeans – The two wooden dolls project: Zwei Holzpuppen sind die "neuen Europäer", über die Schülerinnen und Schüler in Schweden und Berlin mit Hilfe digitaler Medien Migrationserfahrungen thematisieren und sich darüber austauschen.
Science in our schools: In der Online-Kommunikation zwischen Deutschland, Italien, Bulgarien und Spanien entstehen Lernmaterialien für den naturwissenschaftlichen Unterricht von Schülern für Schüler.
Berlin-Thessaloniki - einmal hin und zurück: Schülerinnen und Schüler aus Berlin und Thessaloniki lernen sich kennen und tauschen sich aus.
A Cross-Cultural-Story: Spanisch und englisch sind die Sprachen, über die die Schülerinnen und Schüler mit ihren Partnern in Andalusien eine gemeinsame Geschichte entwickeln und schreiben.



Projekte aus Deutschland 